Warum Unternehmer nicht Präsident werden sollten – und Trump eh nicht!

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Alexis de Toqueville by Thédore Chassériau

Amerikaner bewundern erfolgreiche Geschäftsleute. Schon Alexis de Toqueville ist das aufgefallen. In seinem Buch „Über die Demokratie in Amerika“ schrieb er 1840, dass in keinem Land der Erde die Liebe zum privaten Eigentum so ausgeprägt ist wie in den Vereinigten Staaten. Und der deutsche Soziologe Werner Sombart konstatierte 1906 in einem Werk zu der Frage „Warum gibt es in den Vereinigten Staaten keinen Sozialismus?“: „So sehen wir in jedem Amerikaner – vom Zeitungsjungen angefangen – eine Unrast, ein Sehnen, ein Streben nach oben, hinauf, über die anderen hinweg. (…) Und daher nun die Hast …, der r ü c k s i c h t s l o s e   W e t t b e w e r b  auf allen Gebieten.“

 

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Autokratie à la Trump

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Ein Kommentar von Damir Fras

Donald Trump hat es erneut vermocht, das Niveau der politischen Debatte seines in bislang ungeahnte Tiefen zu bringen. Nassforsch drohte der Präsidentschaftsbewerber der US-Republikaner seiner Konkurrentin Hillary Clinton an, er werde sie ins Gefängnis stecken, sobald er erst einmal ins Weiße Haus eingezogen ist. Damit hat der Geschäftsmann aus New York einen tiefen Einblick in sein Verständnis von Rechtsstaatlichkeit und Demokratie gegeben und eine weitere rote Linie überschritten, die eines Bewerbers um das höchste Amt der Vereinigten Staaten nicht würdig ist.

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US Integration Tour V: Amerikas „Berliner Mauer“

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Grenzzaun mit Kameras und Richtmikrofonen. / Photo by Steven Geyer

 

SAN DIEGO. Dermot Rogers ist selbst Einwanderer: Er kam mit 17 aus Belfast in die USA, ist heute stolzer amerikanischer Staatsbürger, geweihter katholischer Priester – und nennt sich Bischof. Von der katholischen Kirche hat er sich losgesagt, um mit einer Reformkirchgemeinde in San Diego (Kalifornien) den Worten des aktuellen Papstes ganz direkt zu folgen, wie er sagt: durch konkrete Hilfe für Migranten an der Grenze zu Mexiko.

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US Integration Tour IV: „Welcoming America“

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Felicia Escobar (li.) mit Präsident Obama. Photo by White House

 

Felicia Escobar ist Obamas Top-Frau in Integrationsfragen: Als „Special Assistant to the President for Immigration Policy“ leitet sie die Reform der US-Integrationspolitik und wurde als Integrationsexpertin aus dem Senat ins Weiße Haus geholt, um ein modernes Regierungskonzept für ein „Einwanderungssystem fürs 21. Jahrhundert“ zu entwickeln (https://www.whitehouse.gov/blog/author/felicia-escobar).

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US Integration Tour III: Der ex-syrische Ex-Gegner im Heimatschutzministerium

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Washington / Kareem Shora hat eine erstaunliche Karriere vorzuweisen: vom Gegner des US-Heimatschutzministeriums wurde er zum führenden Angestellten der Anti-Terror-Behörde, der nun intern dafür sorgen soll, dass sie sich an Bürgerrechte und Datenschutz hält. Außerdem pflegt seine unter Obama neu gegründete Abteilung den Kontakt zur muslimischen Community in den USA.

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U.S. Integration Tour II: Trumps historische Dimension

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Von Steven Geyer

Die Capital Communications Group ist eine der führenden Politikberatungsfirmen in Washington D.C., sie berät diverse US-Ministerien, Medien wie CNN, Stiftungen und sogar das Weiße Haus – von dem das CapComm-Büro nur einen Steinwurf entfernt sitzt. Ihr Präsident Akram Elias, 56, (Foto) ist spezialisiert auf die islamische Welt und Integrationspolitik – und steht selbst für eine Erfolgsgeschichte: Mit 17 floh er vor dem Bürgerkrieg im Libanon, studierte in den USA – und blieb.

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Einwanderungsland im Wahlkampf I

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Einwanderungsland unter Druck: Die USA, schon als „Nation of Immigrants“ gegründet, waren immer stolz darauf, Einwanderungsland zu sein. In der Realität knirschte und krachte es freilich auch schon immer, was die Integration der Neuankömmlinge anging. Und doch ging es letztlich immer mehr oder weniger gut. Aber bleibt das so?

Eine kleine Serie zur Wahl von Steven Geyer:

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Hillarys Probleme mit der Gesundheit

 

Wir werden nicht jeden Hustenanfall von Hillary Clinton untersuchen“, sagte Starmoderator Bill O‘Reilly vom ultrakonservativen Nachrichtensender Fox vergangene Woche. Doch der Kollaps der Präsidentschaftskandidaten Hillary Clinton bei der Gedenkveranstaltung für die 9/11-Opfer ist natürlich das Topthema der Nachrichten  – und das keineswegs nur bei den ihr feindlich gesonnenen Medien.

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