Wer hat bei der Republikanischen Partei in den USA eigentlich auf den Selbstzerstörungsknopf gedrückt? Das wird sicher nie herauskommen. Zumal Politiker wie Medien viel zu sehr damit beschäftigt sind, gebannt die Implosion dieser politischen Institution zu beobachten. Klar ist nur eines: Donald Trump führt das Zerstörungswerk mit großer Freude und feurig rotem Kopf aus.

 

Dabei kennt er kein Pardon und keine Parteifreunde. In knapp einem halben Jahr hat er zwei Drittel der Präsidentschaftsbewerber aus dem Rennen geworfen, ohne sich sonderlich anzustrengen.

Seriöse, solide und wirklich konservative Kontrahenten fanden einfach kein Rezept gegen den Populisten aus New York. Dafür hat er weder ein konsistentes politisches Programm gebraucht noch die Aussicht auf einen gesellschaftlichen Aufbruch. Ihm reicht der simple Slogan „Make America Great Again!“, die Angst vor den Fremden und die Wut der Frustrierten, die ihm nun schon den dritten Sieg in einer Vorwahl beschert haben. Und das in Nevada, einem kulturell und ethnisch diversen Staat.

Hier eine esrste Analyse der Latino-Wähler:

http://edition.cnn.com/2016/02/23/politics/nevada-republican-caucus-results/index.html

Es ist erstaunlich, aber die Republikaner und ihre etablierten Kandidaten haben Trump bis jetzt noch unterschätzt und nicht wirklich begriffen, wie gefährlich er als ein Präsidentschaftskandidat für die die Grand Old Party ist. Stattdessen haben Trumps letzte ernst zu nehmende Konkurrenten, die Senatoren Ted Cruz und Marco Rubio, bis zuletzt versucht, den jeweils anderen zu diskreditieren.

wut

Wenn sich Trumps Erfolg nächste Woche in den 13 Vorwahlen am Super-Tuesday bestätigt, ist ihm die Präsidentschaftskandidatur kaum noch zu nehmen. Und damit bestimmt er als de facto Chef der Republikanischen Partei deren Geschicke, zumindest bis zu den Wahlen im November. Das dürfte das Ende der Grand Old Party sein, wie die Amerikaner sie kennen.