Linke Politik statt Populismus

(Auch ein Option …)

Die rechten Populisten jubeln allerorten und lassen die Champagnerkorken ohrenbetäubend knallen. In Frankreich freut sich Marine Le Pen vom Front National bereits auf einen Wahlsieg im Mai 2017; am nächsten Sonntag will der FPÖ-Mann Norbert Hofer als Präsident in die Wiener Hofburg einziehen. Und die AfD feiert eine glänzende Ausgangsbasis für die anstehenden Landtagswahlen und die Bundestagswahl. All dies hat vor allem einen Grund: Donald Trump.

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Frühling für Neonazis

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Richard Spencer, Chef des National Policy Institute und Rassist.

Wenn man in einem neuen Hollywoodfilm die Rolle eines amerikanischen Neonazis besetzen müsste, Richard Spencer wäre erste Wahl. Kantiges Gesicht, blaugraue Augen, blonde Haare, an den Seiten kurz rasiert, bulliger Körper. Und das beste ist: Spencer ist sogar ein Neonazi. Seit Jahren schon setzt er sich für ein „arisches Vaterland“ ein und betont die Überlegenheit der weißen Rasse.

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US Integration Tour VII: Grenzerfahrungen

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Ist in Kalifornien aufgewachsen und für die USA in den Krieg gezogen, obwohl gebürtiger Mexikaner: Daniel Torres.

 

Von Steven Geyer

SAN DIEGO. Wenn man das „Trans-Border Institute“ der Universität von San Diego besucht, bekommt man eine Vorstellung davon, wie sehr die Grenze zu Mexiko die Stadt und die Region wirklich beeinflussen. „Je weiter man sich von Mexiko entfernt, desto hitziger wird die Frage der „illegalen“ Einwanderung debattiert“: Das sagt uns sogar ein US-Grenzschützer der Border Patrol so.

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US Integration Tour VI: Zwei Lehrer pro Klasse

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Direktor der Middle School: Allen Teng.

 

Von Steven Geyer

SAN DIEGO. Wenn man in City Heights in einen Starbuck’s geht, erlebt man eine Sitzung der Vereinten Nationen, sagt unser Taxifahrer über San Diegos Multikulti-Stadtteil. Über die Jahrzehnte haben sich neben den Latinos etliche andere Immgranten-Communitys angesiedelt, in den letzten Jahren vor allem Somalier und Burmesen, zuletzt aber auch viele Syrer, die wegen der großen arabischsprachigen Gemeinde in San Diego hier angesiedelt wurden. Insgesamt werden in City Heights 460 Sprachen gesprochen, erklärt uns die Schulbehörde. In 70 Prozent der Haushalte ist Englisch nicht die erste Sprache, die Kinder lernen.

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Warum Unternehmer nicht Präsident werden sollten – und Trump eh nicht!

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Alexis de Toqueville by Thédore Chassériau

Amerikaner bewundern erfolgreiche Geschäftsleute. Schon Alexis de Toqueville ist das aufgefallen. In seinem Buch „Über die Demokratie in Amerika“ schrieb er 1840, dass in keinem Land der Erde die Liebe zum privaten Eigentum so ausgeprägt ist wie in den Vereinigten Staaten. Und der deutsche Soziologe Werner Sombart konstatierte 1906 in einem Werk zu der Frage „Warum gibt es in den Vereinigten Staaten keinen Sozialismus?“: „So sehen wir in jedem Amerikaner – vom Zeitungsjungen angefangen – eine Unrast, ein Sehnen, ein Streben nach oben, hinauf, über die anderen hinweg. (…) Und daher nun die Hast …, der r ü c k s i c h t s l o s e   W e t t b e w e r b  auf allen Gebieten.“

 

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Autokratie à la Trump

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Ein Kommentar von Damir Fras

Donald Trump hat es erneut vermocht, das Niveau der politischen Debatte seines in bislang ungeahnte Tiefen zu bringen. Nassforsch drohte der Präsidentschaftsbewerber der US-Republikaner seiner Konkurrentin Hillary Clinton an, er werde sie ins Gefängnis stecken, sobald er erst einmal ins Weiße Haus eingezogen ist. Damit hat der Geschäftsmann aus New York einen tiefen Einblick in sein Verständnis von Rechtsstaatlichkeit und Demokratie gegeben und eine weitere rote Linie überschritten, die eines Bewerbers um das höchste Amt der Vereinigten Staaten nicht würdig ist.

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