Einwanderungsland im Wahlkampf I

Einwanderungsland unter Druck: Die USA, schon als „Nation of Immigrants“ gegründet, waren immer stolz darauf, Einwanderungsland zu sein. In der Realität knirschte und krachte es freilich auch schon immer, was die Integration der Neuankömmlinge anging. Und doch ging es letztlich immer mehr oder weniger gut. Aber bleibt das so?

Eine kleine Serie zur Wahl:

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Hillarys Probleme mit der Gesundheit

 

Wir werden nicht jeden Hustenanfall von Hillary Clinton untersuchen“, sagte Starmoderator Bill O‘Reilly vom ultrakonservativen Nachrichtensender Fox vergangene Woche. Doch der Kollaps der Präsidentschaftskandidaten Hillary Clinton bei der Gedenkveranstaltung für die 9/11-Opfer ist natürlich das Topthema der Nachrichten  – und das keineswegs nur bei den ihr feindlich gesonnenen Medien.

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Das Trauma der Supermacht USA

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Erinnerung an die beiden Türme des World Trade Centers 2007. Photo by Jackie/Flickr

Die Prophezeiung klang verlockend: „Wenn du den Fluss Halys überschreitest, wirst du ein großes Reich zerstören“, sagte das Orakel von Delphi zu dem Lyderkönig Krösus voraus. Der mächtige und reiche Mann ging natürlich davon aus, dass dies nur heißen könne, dass er im Krieg gegen die Perser siegen würde. Doch wie es Orakelsprüchen eben eigen war, ließ sich die Prophezeiung auch anders deuten. Krösus zerstörte letztlich sein eigenes Reich.

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Trump irrlichtert, ist aber nicht am Ende!

Trump-Architektur

Trump-Eleganz / Photo by Dominic „Dome“, Flickr

 

Am häufigsten fragen Menschen auf Google in den USA derzeit: Wird Trump seinen Wahlkampf aufgeben? Zwei Wochen nach dem Parteitag der Republikaner, bei dem der Immobilienmogul mit viel Tamtam zum Präsidentschaftskandidaten gekürt wurde, zweifeln mehr Amerikaner denn je daran, dass Donald J. Trump der richtige Mann für die Aufgabe ist. Und mit Aufgabe ist in der öffentlichen Debatte erst einmal bloß der Wahlkampf gemeint.

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Propagandist der Apokalypse

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Unscharfe Vision der Republikaner – und eine Drohung oben in der Mitte. Photo by Haufler

 

Von Damir Fras

Die Republikanische Partei in den USA steht vor dem Zerfall. Ihre führenden Mitglieder weigern sich noch, dies zu akzeptieren. Das mag man verstehen angesichts der Schmerzen, die die feindliche Übernahme durch Donald Trump ausgelöst hat. Aber auf Dauer wird sich der Zerfall nicht leugnen lassen. Aus der „Grand Old Party“ (GOP) ist ein verzweifelter Haufen geworden, den nur die Hoffnung zusammenhält, im November nach acht Jahren der Abstinenz wieder den Präsidenten zu stellen, und der Hass auf die politische Gegnerin Hillary Clinton. Weiterlesen

Weißer Irrsinn

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Wer in den USA Präsidentschaftswahlen gewinnen will, muss sehr unterschiedliche Gruppen von Menschen für sich begeistern. Dem Demokraten Barack Obama gelang das zwei Mal. Ihn wählten Afroamerikaner, Latinos und Amerikaner asiatischer Herkunft, er gewann eine deutliche Mehrheit der Stimmen von Frauen, Geringverdienern und Hochgebildeten. Lediglich bei weißen, nicht gut ausgebildeten und gestellten Männern unterlag er seinem Herausforderer Mitt Romney. Die Konsequenz?

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Hillary hilft!

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Kein Republikaner-Parteitag ohne Kriegsveteranen mit US-Flagge. Photo by Fras

 

Wer die Republikaner in den USA wirklich eint, zeigte sich aufs Schönste an den ersten beiden Tagen des Parteikonvents: Nicht Donald J. Trump. Sondern Hillary Clinton & Co. Wenn es schon nicht mit der inneren Geschlossenheit so recht klappen will, hilft ein äußeres Feindbild enorm. Das ist nicht neu, weder bei Parteien noch bei Nationen. Doch selten ist der Mechanismus so anschaulich zu beobachten wie bei diesem Event.

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